Immersive Sound – auch wieder nur Quadro?

Soundscape-DemohalleDetlef Hoepfner

Immersive Sound, 3D-Sound, Surround Sound, Wellenfeldsynthese … die professionelle Audiotechnik nimmt einen neuen Anlauf, mehrkanalige Wiedergabesysteme zu etablieren. Meiner – zugegeben – ersten Skepsis (die persönliche Surround-Intstallations-Begeisterung ist nach einem letzten Aufbäumen mit dem Verlegen von Kabelkanälen im neuen Estrich komplett eingeschlafen, ich höre jetzt zu Hause mono …) folgte dann doch 2017/2018 einige Aha-Effekte: Sicher, den Herstellern liegt am Herzen, angesichts der übermächtigen Dominanz visueller Event-Technik nicht ganz ins Abseits zu geraten. Womit weniger die gesellschaftliche Anerkennung, als vielmehr die Technik-Budgets gemeint sind. Und die Musik wird weiter vor dem Mikrofon gemacht, wie man hier in unserem Bericht „Ich mische 1.0“ zum Sound der Rolling Stones nachlesen kann.

Aber die aktuellen Workflows, mit denen sich auch komplexere Lautsprecher-Konstellationen super planen, umsetzen und steuern lassen – und die im „Vollausbau“ auch eine richtig fette Surround-Installation einfacher beherrschbar machen – sind auch geeignete Tools, sozusagen „Vorstufen“ eines Immersive-Sounds zu realisieren: Mit nur wenigen Quellen mehr an der Bühne gelingt beispielsweise  das Sound-Image schon drastisch besser, auch ganz ohne Hubschrauber-Herumflatterei.

In den letzten Monaten hatte ich etliche gute Gelegenheiten, mich darüber mit Experten auszutauschen, Meinungen und Tipps einzufangen, und natürlich etliche Beispielaufbauen zu hören. Diese aktuellen Trends und Tipps habe ich hier bei Production Partner zusammengefasst.

Design contra R&D?

Interview mit Ben und Kai zum Lautsprecher-DesignDetlef Hoepfner

Form follows function … gilt das ebenfalls für einen Design-Lautsprecher, der in anspruchsvollen Umgebungen eine gute Figur abgeben, aber auch verständlich und gut klingen soll? Entwicklungsleiter Ben Lampert und Designer Kai Jentsch von der Adam Hall Group diskutierten mit mir an Hand eines Säulenlautsprechers, wie sie den Entwicklungsprozess des Linienstrahlers abstimmten und begleiteten!

Rote Kisten an der A1

Detlef Hoepfner

Schon mal die großen roten Kisten an der A1 gesehen, am Rasthof bei Lohne? Das ist ein ehemaliger Pavillon der Expo 2000, umgebaut zum Firmensitz der pan-pro GmbH, bei der es alles vom Digitalmischpult bis zum maßgefertigten Bühnenvorhang gibt. Also ein Paradies (direkt nach einer Bootswerft, jedenfalls).

pan-pro hat auch 2018 wieder unser Kommunikations-Know-how genutzt, um auf die eigene „Hausmesse“ aufmerksam zu machen; entstanden ist dabei auch mein kurzes Video.

Wenn man bedenkt, dass viele ähnliche Veranstaltungen froh sind, 50 Leute zu ziehen, kann man pan-pro zu fast 300 Besuchern bei den PRO DAYS sicher gratulieren!

Weitere Infos zum Event hier bei PRODUCTION PARTNER.

Segelfoto „making of“

Herbst-AbenteuersegelnDetlef Hoepfner

Spielt sich das wahre Erleben vor oder hinter der Kamera ab – ich bin mir da nicht immer sicher: Was nicht den Weg durch meine Kameralinse fand, empfinde ich als gar nicht richtig erlebt – oder verankerte sich das Abenteuer tiefer, wenn ich mal die Knipse weglegen würde?

In unserer Jugendabteilung des SVWK (www.segeln.ruhr) wird daher jedenfalls viel fotografiert, und spätestens zum Jahresende stürzen sich auch alle Kinder begeistert auf die gemeinsam erarbeiteten Fotoergebnisse. Eins der Fotos hat es in die 2018-Endauscheidung des Verbandes SVNRW geschafft, und damit in die Segler Zeitung und auf die Messe boot.

Story zum Wettbewerb in der Segler Zeitung
Präsentation der Nominierungen auf der boot 2018

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Kinder sind stolz wie Bolle! Und auf Facebook & Co gab es dazu eine Menge Traffic.

Daher hier mein „Segelfoto making of“!

Abenteuersegeln in der Dämmerung: wo man selbst noch gut sieht, ist für die Kamera längst Schicht – Nikon D750, 30 mm, 1/125 s, f 4,5 und ISO 12.800

1. How to: So ein Bild braucht 1/25 Sekunde. Plus ein paar Jahre.

„Ist Fotografie Kunst?“ fragte man sich in deren Anfangszeit. wenn wr uns darauf einigen, dass Kunst nicht nur von „Können“ (s. u.), sondern auch von „Künden“ abgeleitet werden kann, bedeutet dies: Um etwas erzählen zu können, muss man es erst erlebt haben. Ein Bild wie unser Beitrag zum SVNRW Fotowettbewerb (und sicher viele der anderen Motive ebenso) wird daher nur möglich, wenn man selbst ins Thema eintaucht. Wenn man mitsegelt, mitstaunt, mitfriert.  Dass man sich wie alle anderen die Finger klemmt, nasse Füße holt, gemeinsam die Hände am Teebecher wärmt – das wunderbare Erleben ganz besonderer Momente teilt. Dazu eine gemeinsame Beziehung baut und lebt, und nicht als knipsend-polternder Fremdkörper im Wege steht. Nach ein paar Jahren – schon hat man den Dreh raus. Daher gilt auch: Die Fotos (hier größtenteils aussortiert, weil unsere Kinderfotos nix im WWW zu suchen haben) dienen nicht dem Fotografen-Ego, sie sind lediglich ein „Nebenprodukt“ unseres Segelvergnügens, und verlängern dieses ein wenig in die Zeit, während der wir an Land verbannt sind.

Segeln dürfen wir auf dem Kemnader See** nur bis Mitte November.** Aber warum im November noch aufs Wasser? Im Winter dürfen wir nicht, im Sommer dagegen wächst uns der See zu. Bleiben die Zeitfester dazwischen. Seitdem wir endlich die Sicherheit auf dem Wasser vernünftig gewährleisten können,*** dehnen wir also die Segelzeit aus, so weit es geht. Natürlich bei vertretbaren Sichtverhältnissen spätnachmittags, die Fotos sehen viel dunkler aus, als die Umgebung für das menschliche Auge tatsächlich ist. Überreden muss man dazu niemanden: Schlechtes Wetter finden die Kinder, wenn kein Wind ist. Nach einem ersten Versuch vor ein paar Jahren, bei dem dann tatsächlich hinterher im Taschenlampenlicht der letzte Kram in die Schapps verpackt wurde, erlebten wir im Folgejahr eine Überraschung: Kaum begann die dämmrige Segelzeit, standen die Kinder unaufgefordert mit der Stirnlampe auf der Mütze und warm angezogen am Steg parat. An die Affenschaukel kam noch eine LED-Campingleuchte, und auch auf dem Optisteg (na gut, er ist eigentlich eh beleuchtet) wurde eine Lampe postiert – „damit wir zurück in den Hafen finden“. Wer einigermaßen gut am Sicherungsboot auf dem See anlegt, verdient sich ein paar Kekse, eine Tasse warmen Tees gibt es sowieso über die Bordwand gereicht. Was ganz neue Herausforderungen in den Optis schafft: „Moment, ich muss erst den Tee aus dem Boot lenzen, hier schwimmt gerade alles …“

Außenborder aufstoppen, dennoch Kurs halten, dann schnell wieder aus dem Weg Nikon D750, 120 mm, 1/125 s, F 4,5 und ISO 8000

2.  Welche Kamera gewinnt auf dem Wasser?

Beim Scrollen durch meine Bibliothek kann ich oft nicht mehr spontan sagen: Smartphone oder Spiegelreflex? Aber bestimmte Fotos lassen sich nur mit der einen oder anderen Kamera (einigermaßen gut) erzielen. Und die absolute Bildqualität macht ebenfalls einen Unterschied: Bedingt durch meine etwas unorthodoxe Lesestrategie des Magazins „Yacht“ (und bedingt durch deren für mich viel zu hohe Schlagzahl) kann es vorkommen, dass ich nacheinander eine Ausgabe von 2014 oder älter und dann eine aktuelle 2018er durchblättere und genieße. Der Unterschied in der Bildqualität, bedingt durch den technischen Kamerafortschritt, ist gewaltig!

Das Smartphone ist jedenfalls immer dabei, bei mir meist in einer wasserfesten Hülle. Dadurch ermöglicht es ganz oft Bilder, die sonst nicht möglich wären. Denn am wichtigsten ist Tipp Nr. 1 – mit ganzem Einsatz regelmäßig dabei sein.

Jahrelang war als Spiegelreflex eine robuste Nikon D300 mein Begleiter, zusätzlich gummiarmiert. Ersetzt wurde sie 2017 durch eine Nikon D750. Mit einem einzigen Objektiv (24-120mm), denn wer will auf dem Wasser auch noch Objektive wechseln? Die 24 mm sind machmal noch fast zu viel (nicht „weit“ genug), wenn Kinder und Boote auf Armlänge bei mir anlegen. Die 120mm helfen, wenn sie mit einer frischen Brise davonzischen. Diese Brennweitenwahl ist mit dem Smartphone nicht möglich, auch nicht die Qualität bei den wechselnden Lichtverhältnissen. Erst recht nicht, wenn die Sonne direkt auf die Schutzscheibe der Smartphone-Hülle brennt.

Eine vernünftige Armierung für die D750 habe ich noch nicht gefunden, stattdessen liegt ein knallgelbes Peli-Case im Boot: Ganz ohne Innenausstattung: Case-Schloss auf, fotografieren, Kamera wieder reinwerfen, Deckel mit dem Fuß zutreten. Bisher ist es gut gegangen, und den gelben Kasten hat man auch immer gut im Augenwinkel. Das Objektiv schützt zudem ein UV-Filter gegen Beschädigungen, der Deckel hingegen führt ein reiselustiges Eigenleben und wird mir von verschiedenen orten immer wieder zurückgebracht: „Der ist doch sicher von dir …?“ Den Kameragurt habe ich an die D750 erst gar nicht dranmontiert, der verheddert sich eh nur überall oder verklemmt beim Schließen unterm Case-Deckel.

Das eigene Sicherungsboot dreht, der Segler ebenfalls – längere Belichtungszeiten funktionieren nicht Nikon D750, f 120 mm, 1/160 s, f 4,5 und ISO 12.800

2. Mit der Kamera vertraut machen

Auch die D750 wandert hier oft durch Kinderhände. Hat man sich als Besitzer an den leicht erhöhten Adrenalinpegel gewöhnt, entstehen oft ganz unverhoffte Motive: Einige der schönsten Bilder stammen nicht von mir, sondern den Kindern aus ihrer eigenen Perspektive. Was aber eine Hürde ist: Sie sind vom Smartphone gewohnt, dass die Kamera alles alleine macht. Überhaupt durch den Sucher zu sehen (wodurch man auf dem Wasser optimale Kontrolle hat, statt auf dem Screen nur den Himmels zu spiegeln) ist für sie eine Herausforderung. Zumal  eine Vollformat-DSLR ein völlig anderes (anspruchsvolleres) Schärfeverhalten hat: Leicht vorbei ist hier dann voll daneben. Hier hilft nur: Fotografieren, fotografieren, fotografieren, bis man die Bedienung wie im Schlaf beherrscht. Und am wichtigsten ist Tipp Nr. 1.

Ausrechend Licht vorausgesetzt, klappt auch ein Smartphone – iPhone 6s, 1/390 s, f 2,2 bei ISO 25 und -1 EV

3. Einstellungen: Segelfoto-Parameter

Am einfachsten wäre ja ein Nikon-Segelfoto-Gewinner-Preset. Reindrehen, fertig. Aber ich benutze nicht einmal die Standards, von den Spezialprogrammen ganz abgesehen. Denn soll ich jetzt ernsthaft auswendig lernen, welches Programm in welcher Situation was macht? Für mich gehören die in solchen Kameras aus der Firmware gelöscht, den Speicher kann man sicher anders besser nutzen. Wenn ich schnell ein cooles Instagram-Foto möchte, nehme ich eh das Smartphone und bin in drei Klicks fertig.

Die D750 läuft bei mir nur noch im manuellen Modus, Ausnahme ISO: Ich wähle Blende/Zeit, ISO passt sich dann an. Anpassung dann ggf. durch die Belichtungskorrektur. Dadurch bin ich sicher, dass die Zeiten zum Motiv passen, und die Blende den gewünschten Bildeffekt gibt. Tendenziell geht es immer in Richtung kürzerer Zeiten, ich bin da oft zu „langsam“ und unterschätze noch immer, wie sehr man sich selbst und das Motiv bewegt, Stabilisation im Objektiv hin oder her. Wenn es arg hektisch ist, macht auch eine mehr als 5,6 geschlossene Blende Sinn, um etwas mehr Headroom in der Schärfe zu haben. Das, nebenbei, macht für mich ein wenig die Vorteile eines Vollformatsensors zunichte, der bedingt durch die Geometrie von Sensor/Objektiv zu einer deutlich verringerten Schärfezone führt. Wenn man etwas Ruhe hat, öffnet dieses Schärfeverhalten zwar tolle Möglichkeiten der optischen Isolation von Motiven, aber probier das mal bei Lage auf der Jolle, womöglich noch mit einer Hand an der Pinne … Kurze Zeiten plus geschlossene Blenden führen dann leider oft zu höheren ISOs, als mir lieb ist.

Lieber extremer ISO als gar kein Bild – Nikon D750, 1/60 s, 30 mm, f 4,0 bei ISO 20.000 und – 1/3 EV

4. Fokus auf dem Wasser

In mindestens den ersten 15 Jahren meines Fotografierens musste ich ohne Autofokus auskommen, was jetzt auch nicht immer so ganz ideal war. In den letzten 25 Jahren versuche ich nun, den Autofokus zu bändigen, mit ebenfalls gemischten Ergebnissen. Continuous ist meist eine gute Wahl, aber die Herausforderung lautet: Wie bekomme ich das Messfeld schnell und perfekt aufs Motiv. Da man ja beschäftigt ist, wäre ein automatisches Tracking hilfreich, aber eigentlich sind die Situationen dafür immer zu chaotisch. Am Besten fahre ich mit einem einzelnen Messfeld. Entweder per Daumen immer schnell hin und her geschoben, oder einmal „gelockt“ und dann hoffend, dass es automatisch mitgezogen wird. Größter Nachteil an der D750 (wie auch der D300 und ganz vielen anderen Kameras): Die Messfelder lassen sich einfach nicht weit genug aus der Bildmitte seitlich verschieben. Das führt oft zu total unglücklichen Bildausschnitten (im Extremfall Anfängerfehler: Kopf genau in der Bildmitte, Beine und Füße abgeschnitten). Gelegentlich funktioniert auch eine vollautomatische Messfeldauswahl (besonders, wenn die Kamera in ungeübte Hände geht), aber zu oft springt der Fokus dann auf Objekte, die man zwecks Bildgestaltung im Frame haben, aber nicht scharf sehen will. Und wenn es nur ein Bändsel ist, das plötzlich in den Bildausschnitt flattert.

Man muss jetzt nicht zum totalen Pixel-Pedanten werden, aber: Ein perfekter Fokus lässt ein Foto richtig rocken.

Das ging wohl daneben mit dem Messfeld mit AF-C und 3D-Tracking … aber mit 5,96 m passte der Fokus dennoch so ungefähr

5. Motivgestaltung beim Segeln

Bin ich ein paar Tage mit einem kleineren Boot unterwegs, dann geht mir irgendwann – spätestens beim Durchsehen der Fotos – die eingeschränkte Sicht nach vorne auf den Keks. Auch wenn wir uns jetzt alle auf die Idee stürzen, sich für erweiterte Bildperspektiven ein wenig per Drohne von Bord zu entfernen: Dauernd glotzt man nach vorne nur auf den Niedergang! Plus die typischen Fußbilder. Schaut man dagegen in Richtung Horizont, besteht das Bild aus Wasser, Wasser – und weit hinten ist irgendwas. Da hilft ein wenig Geselligkeit (siehe wieder Tipp 1!), mit mehreren Booten bekommt man etwas mehr Tiefe ins Bild, und vor allem der einfache, alte Vordergrund/Hintergrund-Trick: Ein markantes Bootsdetail im Vordergrund, daneben das eigentlich Motiv weiter weg auf dem Wasser – schon bekommt man eine viel plastischere Räumlichkeit. Besonders gut mit einer Spiegelreflex, aber dran denken: Sichtbar auf der Datei ist der Eindruck, wenn man testweise die Abblendtaste drückt, der Sucher zeigt ja immer den Eindruck „Blende ganz offen“. Steht die Blende auf 16 oder mehr, tendiert das Bild wieder in Richtung „Smartphone-Look“.

Bei Schräglage und Seegang muss man Objekte im Sucher überhaupt erst mal sortiert bekommen, ohne dass einem die Winsch bei der nächsten Welle ins Objektiv (oder die Zähne) haut) – Nikon D750, 1/320 s, 120 mm, f 4,0 bei ISO 100

Sortieren, bearbeiten, wegwerfen!

„Deine Bilder waren wieder die besten“ – dem kann ich oft nur entgegnen: „Ehrlich gesagt habe ich einfach nur die vielen schlechten Dateien alle weggeworfen und euch lediglich die zehn schönsten Motive gezeigt.“ Dazu muss man aber eine Sortier-Strategie einführen – und dann am besten lebenslang durchhalten. Und sich einer Software bedienen, die ein Sichten und Sortieren unterstützt. Wer einzeln Bilder speichert, in Ordner legt, bearbeitet, die Versionen plus Variante _neu sowie _neu_neu_neu wieder woanders ablegt, hat in kürzester Zeit Chaos.

Fast jedes Bild profitiert von ein wenig Post-Processing: Den Horizont ein wenig richten, den Bildausschnitt optimieren – in drei Handgriffen  macht fast jedes Bild einen Sprung nach vorne und kommt mehr auf den Punkt. Farbtemperatur und Helligkeit sind besonders gut zu korrigieren, wenn man in einem Raw-Format fotografiert, das machen mittlerweile sogar viele Smartphone-Apps. Ein JPG kann nicht vernünftig korrigiert werden, Punkt, isso! Ein perfekt fotografiertes JPG ergibt zwar ein perfektes Bild – aber das setzt voraus, dass man alle Parameter vorm Auslösen perfekt gesetzt hat. Ich kann das nicht. Alternativlos ist realistisch betrachtet auch eine nondestruktive Bearbeitung, wie bei Lightroom oder iPhoto & Co: Die Kameradatei wird importiert und abgespeichert, aber nicht verändert, sondern nur mit den Bearbeitungsparametern überlagert. Im Ausschnitt vertan? Kein Problem, ist jederzeit rückgängig zu machen. Wenn man dagegen jedes Bild einzeln in Photoshop öffnet, ändert speichert, das nächste Bild …

Entweder ist man dann Fine-Arts-Künstler und verkauft die Motive ab 1000 Euro aufwärts, oder man hat mehr Spaß an Photoshop als am Fotografieren und den Bildern.

Aber eigentlich wollen wir ja – segeln!

Material von der wöchentlichen Segelrunde – da ist zügiges Sortieren angesagt

 

* Viel Trara um ein zu genehmigendes Sicherungsboot, dessen Kosten uns nun zu schaffen machen

** von Land aus gesehen ein Tümpel, von Bord eines Kinderboots aus erlebt nahezu ozeangleich!

*** Warum stinkende Motorboote und Ruderer dagegen ganzjährig unterwegs sind – das fragt bitte nicht uns

Beschallungs-Spurt mit Michael Häck durch die Lanxess-Arena

Michael HaeckDetlef Hoepfner

Zügig läuft Michael Häck den Rang hinauf. Als wir in dessen oberer Sitzreihe angelangt sind, bin ich doch ganz beruhigt, dass auch er ein wenig außer Atem ist. Michael ist hier, in der Lanxess-Arena (für mich eigentlich weiter: Köln-Arena), als Verantwortlicher für die Audiotechnik, praktisch zuhause. Offenbar zu jedem einzelnen Sitzplatz kann er eine Geschichte erzählen: Wie es hier früher klang, welche Maßnahmen in den letzten Jahren drumherum ergriffen wurden, welche Verbesserungen sich dadurch haben erreichen lassen. Dabei bleibt er nicht abstrakt-technisch: Offenbar ist für ihn die ganze Arena angefüllt mit Soundpartikeln, deren Wege er ständig vor Augen hat, wie sich in allen denkbaren Strahlen durch die Halle fliegen – und die er so zu lenken gedenkt, dass sie dem Besucher ein perfektes Erlebnis bescheren. Denn dafür hat dieser ein mehr oder weniger teures Ticket erworben.

Wenn Ihr Michael – und Euch – also einen besonderen Gefallen tun möchtet: Spurtet ebenfalls mit ihm die Ränge hoch, checkt mit ihm zusammen Euren Sound, lasst Euch auf eine optimierte Synergie von Tour- und Hallentechnik ein. Michaels Ziel: »Es sind natürlich die ganzen Normen zu erfüllen, aber danach steht an erster Stelle: Es muss klingen.«

Welche Vorarbeiten dazu Michael, TW-Audio, Biamp und Hallenmanagement geleistet haben (und welches Telefon klingelt, wenn sich die Zuschauer beschweren …), lest ihr in meinem Gespräch mit Michael Häck hier bei Production Partner.

Update vom 16. Mai 2018: Video mit Michael Häck

… und wir haben noch ein Video gedreht, das Ihr hier findet!


 

Ebner-Bootcamp

Detlef Hoepfner

Auf ins Ebner-Boot-Camp 2018 – und dafür soll ich vorher ein Video drehen. Dabei habe ich doch vor dem Jahreswechsel gelesen

  • Videos sind out
  • Influenzier sind out
  • Facebook ist out …

… und außerdem haben die angesagten YouTube-Werbeclips derzeit 6 Sekunden.

Das ist wenig Zeit für eine Story. Und daher viel Arbeit.

Daher schnell diese Website gebaut – und wenn ich Lust habe, blogge ich vom Camp.

 

Behringers Evergreen: X32

Behringer X32Detlef Hoepfner

Digitale Mischpulte – erst mißtrauisch beäugt, anfangs von einigen Kinderkrankheiten geplagt, dadurch von der analogen Audiowelt fahrlässig unterschätzt, heute absoluter Standard. Nicht nur in hochpreisigen Studios und A-Produktionen, sondern bis zu kleinsten Budget-Tournee. Nach Jahren der Orientierung und Konsolidierung ist der Markt gegenwärtig aufgeteilt: Player wie Yamaha, Harman, Stage Tec, Avid einerseits, Audiotonix mit den Marken Digico, Allen&Heath, SSL.

Und dann Behringer/Midas andererseits: Vermutlich mit den weltweit höchsten Stückzahlen, einer sehr hohen Marktdurchdringung, und einer über das Behringer X32 eingeführten Plattform, die in unzähligen Varianten ausgespielt wurde.

Das X32 habe ich ab der ersten Studie beobachten können, die Story dazu (und einen Test des Behringer X32) gibt es hier bei Production Partner.

Folkeboot-Tipps für Einsteiger

Folkeboot-BugDetlef Hoepfner

Allein durch seine lange Geschichte – das Folkeboot feierte 2017 sein 75jähriges – bildete sich eine Menge an Know-how und Fangemeinden rund um dieses klassische Segelboot.

Was aber, wenn man als Spaßsegler von anderen Bootstypen für eine (Charter-)Tour auf das Folke umsteigt? Hier habe ich die wichtigsten Tipps zusammengetragen, die in einer leicht angepassten Version auch von www.klassisch-am-wind.de übernommen wurden.

Voll auf die 12! Glocken-Emotionen zum Jahresende

Titelfoto: Johan Persson, Disney

Das könnt ihr nicht bringen – den Herzschlag der Demokratie stoppen! Die Briten waren fassungslos, als das britische Parlament im Sommer verkündete, nicht nur umfangreiche Sanierungsarbeiten am Londoner Elizabeth Tower durchzuführen, den Brandschutz zu verbessern und das Uhrwerk zu sanieren – auch die Glocken sollten für die gesamte Bauzeit schweigen.

Ruhe halten wollte man schon allein aus Sicherheitsüberlegungen mit Rücksicht auf die im Turm beschäftigten Mitarbeiter – nicht umsonst trägt die 14 Tonnen messende, größte Glocke ihren prägenden Namen „Big Ben“. Deren brachiale Gewalt sorgte bereits während der Inbetriebnahme des Turms vor knapp 160 Jahren für allerhand Malheur. Ein Lautsprecherhersteller bot an, ersatzweise am Tower ein paar Line-Arrays zu fliegen. Nun gab es auch noch witzige Assoziationen rund um diese Idee in den gängigen Facebook-Gruppen. Schnell schob das Parlament ein Update nach: Man wolle alles daran setzen, den Klang der Glocken vielleicht doch früher als geplant wieder über die Stadt erklingen zu lassen.

Ebenfalls mit Sounds in London und aller Welt beschäftigt ist Gareth Owen: Für eine Unzahl an Musicals entwickelte er Sound-Designs, entwarf Beschallungskonzepte, arbeitete an Mikrofonierungen und Monitoring-Lösungen für Band und Tänzer. Ab Seite 12 berichtet Gareth in der neuen Ausgabe von PRODUCTION PARTNER exklusiv, wie er in Berlin dem „Glöckner von Notre Dame“ zu einem druckvollen Sound verhalf. Selbst für ihn überraschend: Die größte Herausforderung war wieder – der Sound der Glocken.

Hier könnt ihr die Doppel-Ausgabe 12/2017_01/2018 von PRODUCTION PARTNER bequem bestellen – versandkostenfrei per Post oder als direkter Download.

Mit den besten Wünschen für ein gutes 2018 vom gesamten PRODUCTION PARTNER Team,

Detlef Hoepfner
Stellv. Chefredakteur