Subwoofer fühlen: to bass or not to bass?

Lesedauer 2 Minuten

Nur zwei Beine waren von meinem Ton-Kol­le­gen noch zu sehen, als er sich bäuch­lings in die Basshörn­er sein­er gestapel­ten Wall of Sound hinein­robbte: „Hier kommt irgend­wie nix raus?!“ Amp-VUs zuck­ten, die Kabel waren gecheckt, die Litzen klemmten auf dem Chas­sis. Des Rät­sels Lösung prägte mein junges Ver­ständ­nis von Phasen­la­gen: rot und schwarz zu ver­tauschen bedeutet in einem Sub­woofer-Stack „viel Input, den­noch kein nen­nenswert­er Out­put“. Jahrzehnte später ein ähn­lich­es Aha-Erleb­nis, ange­sagt war eine Pro­duk­tvorstel­lung. Hin­ter den Subs ste­hend fiel mein Blick auf ein kleines, vom Anschlussk­a­bel herun­ter­baumel­ndes Klet­tband: wie vor einem pulsieren­den Gebläse flat­terte es im Rhyth­mus der Demo Tracks auf und ab. Hier wurde mächtig Luft bewegt! Nur zu hören war auch jet­zt wieder – eigentlich nix. Dies­mal aber mit Absicht, und zwar nur hin­ter, nicht vor den Subs. Mir war klar: das ist es, jet­zt bekom­men wir die Bässe in den Griff! Allen Unken­rufen (bezüglich des Mehraufwands) zum Trotz, trat­en diese Ideen der geziel­ten Beschal­lung mit tiefen Fre­quen­zen endlich ihren Siegeszug an.

Um diese Tech­nik soll es in dieser Aus­gabe aber nicht alleine gehen, vielmehr hat uns inter­essiert: Welche neuen Frei­heit­en bieten sich in der Soundgestal­tung, seit­dem wir nicht mehr einem mehr oder weniger unbe­herrschbaren Herumge­dröhne aus­geliefert sind? Wo braucht man Bass, wo nicht? Und welchen Ideen für die Bass-Ästhetik haben Musik­er und Stu­diokol­le­gen, sozusagen als Gegen­frage zum gele­gentlich zu hören­den „ihr Beschaller ver­murkst immer nur unsere tollen Sounds“?

Damit es dann nicht zu viel wird mit Mei­n­ung und Gefühl, fragten wir sicher­heit­shal­ber noch zwei Entwick­lungsin­ge­nieure: Wie baut ihr Sub­woofer, an welchen Para­me­tern erken­nen wir, ob sie gelun­gen sind? Und was resümiert Hen­ry Dah­men, ein­er der zwei nüchter­nen R&Ds, abschließend?

„Das Auge und Gefüh­le bee­in­flussen das Hören viel mehr, als die meis­ten sich vorstellen können.“

Uffz. Na dann wün­sche ich, dass sich unsere Aus­gabe 10/2017 von PRODUCTION PARTNER richtig kraftvoll anfühlt – los geht’s: Entwed­er heute schon in Eurem Postein­gang oder hier flott bestellt: PRODUCTION PARTNER Shop

Detlef Hoepfn­er

Themen in PRODUCTION PARTNER 10/2017

  • Sub-Spe­cial: Wahrnehmung – Bässe wirken mit Bei­w­erk noch besser
  • Sub-Spe­cial: R&D – Sub­woofer designen
  • Sub-Spe­cial: Indus­trie und Präsen­ta­tion – To bass or not to bass?
  • Sub-Spe­cial: Der Bass, das Rudeltier
  • Sub-Spe­cial: Musik(re)production – ist das jet­zt Bass, oder kann das weg?!“
  • Sub-Spe­cial: Bassis­ten-Sounds – die Bass-Profis
  • Sub-Spe­cial: Mod­u­lare Bass-Per­for­mance – Syn­the­size Me!
  • Pre­miere des Robe MegaPointe
  • Prak­tis­che Ver­anstal­tungskunde: Farbwiedergabequalität
  • Test: Ela­tion Artiste DaVinci
  • Test: Spot­light Fres­nelLED 450
  • Test: Lupolux Dayled 1000
  • Test: Odin T‑8A Active Series

(zuerst erschienen unter https://www.production-partner.de/allgemein/subwoofer-fuehlen-production-partner-102017)

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