Nix geht – everything flows

16 leicht verschiedene 3d-Sounds vom Felderbachtal am Stadtrand Wuppertals.

Nix geht mehr im Lockdown nach der Arbeit. Statt Heimweg und Stau jetzt abends Runde durch den Wald. Mal eine halbe Stunde einfach unter einen Baum setzen. Frische Luft, als hätten wir alle schon Elektroautos. Aber vor allem: total leise hier neuerdings, ohne den entfernten Fluglärm nach Düsseldorf. Bekommt man die wenigen verbliebenen Mini-Sounds eingefangen? Also Kopfhörer auf und Augen schließen.

Aufgenommen mit Sennheiser Ambeo Smart (also Im-Ohr-Mikrofonen), diversem provisorischem Windschutz – textiler Ohrschutz statt Mundschutz. Hoffentlich hat mich im Wald niemand beobachtet. Letzte Störungen mit iZotope RX entfernt. Ansonsten total unbearbeitet.

Vorläufige Erkenntnis: Die akustische Hinten-Ortung ist trotz aller Bemühungen, sich geschickt vor Ort am/im Bach zu platzieren (ohne reinzufallen), etwas ernüchternd. Vor allem genau von hinten – aber wenn man ehrlich ist, klappt das auch in der Wirklichkeit schon ohne Aufnahme nicht so wahnsinnig toll. Versuchsweise habe ich die Umgebungsgeräusche daher nicht genau nach hinten auf 180 Grad positioniert, sondern vor Ort so aufgenommen, dass sie eher leicht schräg von hinten auf die Mikrofone trafen.

Man ist doch ganz schön verwöhnt vom Hyperrealismus der per Postproduction massiv gepimpten Recordings.

(inspired by Doug Rifes Catfish Trail)

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